Das Murgebiet – Goricke Nationalpark Der Name Goricke stammt von Weinbergen. So nennen nämlich die Lokalbewohner die Hügel, welche sich in Urzeiten auf dem Grund des pannonischen Meeres gebildet hatten und später an die Oberfläche kamen. In diesem weichen sandigen Gebiet liessen sich zu Urzeiten (azoische Zeit) Menschen dauerhaft nieder. Auch wenn die grossen europäischen Städte nicht sehr weit entfernt liegen, liess die Entwicklung Goricko aus. Und wo das Goricko die Physiognomie seiner ursprünglichen Landschaft bewahrte – was vor nicht allzu langer Zeit noch als rückständig galt – ist das heute zum Vorteil seiner Bewohner. Das Mosaik seiner Weingärten mit ihrem Obst, der Wiesengrund, die Getreidefelder, welche harmonisch ineinander fliessen, die Dörfer und Siedlungen, und die einzelnen Höfe vermitteln ein einzigartiges Bild, genau wie die freundlichen Menschen, welche hier zu Hause sind. Die nicht sehr fruchtbaren Felder und der Boden verlangen eine vernünftige Behandlung, erschwert durch viel Sonne und Niederschläge. Aus diesem Grund leben der Mensch und die Natur seit Jahrhunderten im Einklang. Zusammen ergeben sie die vielfältige bunte Landschaft. Hier finden sowohl die Tiere, als auch die Pflanzen genügend Platz. Seit eh und jeh besitzt jeder Ackerwirt auch seinen Weingarten, um eigenen Wein zu keltern. Schon im Mittelalter waren die hochgewachsenen Obstbäume mit ihren hunderten verschiedenen Obstsorten berühmt, und sie bringen bis heute Früchte hervor. Hier und dort hat sich auch der charakteristische ländliche Baustil bewahrt, aber leider geraten die verschiedenen alten Bauhandwerke immer mehr in Vergessenheit. Trotz allem haben wir es hier mit einem sehr harmonischen Ganzen zu tun. Und genau dieses harmonische Bild des Ganzen lockt die Besucher an, um einen Spaziergang zwischen den Weingärten, an den Bächen oder durch die Wiesen zu machen. Sehr beliebt ist es auch bei Besuchern, über die Bergkämme zu wandern oder durch die Wälder zu ziehen. Flache Hügel laden aber auch dazu ein, einfach stehenzubleiben und alles in Ruhe zu geniessen. Die alten Mühlen, die mit Stroh gedeckten alten Häuser, viele evangelische und katholische Kirchen und die größte slowenische Burg, welche so viele Zimmer hat wie das Jahr Tage. warten darauf, von den Besuchern entdeckt zu werden. Der höchste Punkt liegt nur 480 m über dem Meeresspiegel, aber der wunderschöne Ausblick reicht bis ins österreichische Burgenland, zum Naturpark Raab und bis ins ungarische Rabaland. Auch kann man zum „Örségi Nemzeti Park“ (Örségi Nationalpark) und bis in das Dreiländerparkgebiet sehen, welches schon immer ein Treffpunkt der Kulturen und Nationen war. Wie man hier bei einem sehr guten traditionellen „gorickoi“ Essen und einem vorzüg- lichen Wein gemütlich die Zeit verbringen kann, können all diejenigen erzählen, die den Weg hierher gefunden haben.