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Dél-Burgenland

Das Burgenland (Auf Kroatisch: Gradišće Auf Ungarisch: Felsőőrvidék, Őrvidék, oder Lajtabánság) ist das östlichste und gemessen an der Einwohnerzahl kleinste Bundesland Österreichs. Das Gebiet gehörte einst zum Königreich Ungarn, das im Vertrag von Trianon 1920 verpflichtet wurde, das damalige „Deutsch-Westungarn“ an Österreich abzutreten. 1921 wurde diese Verpflichtung großteils erfüllt und von der neuen Republik Österreich der Name Burgenland neu eingeführt.
Das Burgenland grenzt im Osten an Ungarn und im Westen an Niederösterreich und die Steiermark. Im Süden hat es eine wenige Kilometer lange Grenze mit Slowenien, im Norden eine nur wenig längere Grenze mit der Slowakei. Die Gesamtlänge der Außengrenze zu den Nachbarstaaten, die bis zum 21. Dezember 2007 noch Schengen-Außengrenze war. Die Form des Bundeslandes, geprägt vom Neusidler See im Norden und den Ausläufern der Alpen im hügeligen Süden, ist länglich, wobei es mittig eine Breite von nur 4 km aufweist. Das Burgenland ist Mitglied der Europaregion Centrope.
Das seit den Türkenkriegen vorwiegend deutschsprachig besiedelte Gebiet, Teil des Königreichs Ungarn, war von den ungarischen Königen im Mittelalter an die Habsburgen als Erzherzöge des benachbarten Österreich unter der Enns und als Herzöge der ebenfalls angrenzenden Seiermark verpachtet worden. Als Habsburg 1526 die ungarische Königskrone erbte, wurde diese Verpachtung obsolet.
Nach der Teilung der Gesamtmonarchie 1867 in die Doppelmonarchie Österreich- Ungarn wurde auch das später Deutsch-Westungarn genannte Gebiet der in ganz Altungarn einsetzenden Magyarisierung unterzogen: dem Versuch, die nichtmagyarischen Völker des Königreichs Ungarn, die etwa 50 % der Gesamtbevölkerung ausmachten, sukzessive zu Magyaren zu machen.
Der Name „Burgenland“ erinnert daran, dass das Land aus Teilen von vier altungarischen Komitaten zusammengesetzt ist („Vierburgenland“): Pressburg (slowak. Bratislava, ungar. Pozsony), Wieselburg (ungar. Moson ), Ödenburg (Sopron)Eisenburg (Vas).
Hauptstadt von Burgenland ist Eisenstadt (Ungarisch: Kismarton).
Südburgenland ist sehr flach und gehört landschaftlich großteils zur Pannonischen Tiefebene. Hier liegt der Neusiedler See, ein von einem breiten Schilfgürtel umgebener Steppensee, das „Meer der Wiener“. In seiner Nähe bietet das Naturschutzgebiet Lange Lacke seltenen Vogelarten ein Refugium.
Im Jahr 1992 wurde in diesem Gebiet der Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel gegründet, der grenzüberschreitend im ungarischen Nationalpark „Fertő-Hanság“ seine Fortsetzung findet.
Höchste Erhebung des Burgenlandes ist der 884 m hohe Geschriebenstein (Irott-kö), durch dessen Gipfelwarte die Staatsgrenze verläuft..
Tiefster Punkt ist der Hedwighof (Gemeinde Apetlon – Bezirk Neusiedl am See) mit 114 m. Tiefste Gemeinde ist Illmitz mit 116 m.
Der Geographische Mittelpunkt des Burgenlandes, (Koordinaten: 47°28'34 N, 16°34'24 O) liegt im Gemeindegebiet von Frankenau-Unterpullendorf und wurde von Geographen des Burgenlandes durch den „Mittelpunktstein“ (Basaltstein vom Pauliberg) markiert.
Im Süden sind Riedel landschaftsprägend.